Wie im Vorjahr, fanden die Finalspiele der deutschen Schulschachmeisterschaften in Hessen in Bad Homburg statt. In den verschiedenen Altersklassen hatten sich jeweils 18 Mannschaften für diese Bundesfinale qualifiziert, um die Deutschen Meister auszuspielen. Als einige der wenigen Schulen bundesweit, hatte sich die Heimschule Lender in Wettkampfgruppe 3 (WK3 bis 15 Jahre) und in der Wettkampfgruppe 4 (WK4 bis 13 Jahre) gleich mit zwei Mannschaften für diese Endkämpfe qualifiziert. Gemäß dem Turniermodus wurden 7 Runden im sogenannten „Schweizer System“ gespielt. Je Partie hatten die Spieler eine Bedenkzeit von einer Stunde zur Verfügung, so dass eine Spielzeit von bis zu 2 Stunden je Partie möglich war. Diese wurde auch in vielen Fällen ausgenutzt, was dazu führte dass das Betreuerteam mit der Qualität der Partien sehr zufrieden war.

In der WK 3 gingen Marco Riehle, Julian Martin, Thilo Ehmann und Angelo Vukojevic als Titelverteidiger an den Start. Nachdem man im Vorjahr bei der ersten Teilnahme überhaupt, sensationell gleich die Deutsche Meisterschaft feiern konnte, war die Konkurrenz in diesem Jahr gewarnt. So ging man von Setzlistenplatz 1 an den Start. Dieser Favoritenrolle wurden die Lenderschüler im kompletten Turnierverlauf gerecht. Nach klaren Siegen gegen die Gymnasien aus Jena und Coswig, kam es in der dritten Runde gegen den späteren Vizemeister, das Georg-Cantor-Gymnasium Halle, zu einem 2:2-Unentschieden. Mit drei weiteren mehr oder weniger ungefährdeten Siegen gegen das Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen, das Herder-Gymnasium Berlin und der Oberschule zum Dom aus Lübeck, konnte mit einem 2:2-Unentschieden in der Schlussrunde gegen das Dürer-Gymnasium Nürnberg die Titelverteidigung perfekt gemacht und die Deutsche Meisterschaft wieder nach Sasbach geholt werden. Mit 12:2 Punkten hatte man am Ende sogar zwei Punkte Vorsprung vor dem Georg-Cantor-Gymnasium Halle und dem Gymnasium an der Hamburger Straße aus Bremen.

Erstmals qualifizieren konnte sich die neu formierte Mannschaft in der WK 4 mit Raphael Zimmer, Johanna Ehmann, Fabio Riehle, Raphael Köppel und Edward Schneider. Nach einem tollen Start mit zwei Siegen gegen das Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern und das Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium aus Heilbronn, gab es eine Niederlage gegen den späteren Deutschen Meister in dieser Altersklasse, das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium aus Dresden. Nach einem 2:2-Unentschieden gegen das Herman-Böse-Gymnasium Bremen, mussten zwei Niederlagen gegen die Reformschule Kassel und die Christopherusschule Rostock eingesteckt werden. In der Abschlussrunde konnte noch einmal die Arnoldischule Gotha aus Thüringen niedergerungen werden, so dass man mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 7:7 Punkten am Ende mit einem guten 10. Platz im Tabellenmittelfeld landen konnte.

Damit haben sich die Sasbacher über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus endgültig einen Namen im deutschen Schulschach gemacht. Möglich gemacht wurde dieser Erfolg auch durch die Unterstützung der Vereinigung der Altsasbacher sowie der Schachfreunde Sasbach, für welche 7 der zum Einsatz kommenden 9 Spieler am Brett sitzen. Weiterhin zum Einsatz kam ein Spieler des SC Weitenung und der OSG Baden-Baden.

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