Raphael Zimmer während der entscheidenden Partie umlagert von den Kiebitzen

Am Wochenende hatte die erste Mannschaft der Schachfreunde Sasbach in der Oberliga Baden ihr erstes Heimspiel in der neuen Spielstätte, dem Ratssaal der Gemeinde Sasbach. Gast war der favorisierte SC Dreiländereck.
Bereits nach ca. 2 Stunden Spielzeit gingen die Gäste durch einen Sieg am Spitzenbrett in Führung. In einer jederzeit ausgeglichenen Partie einigte sich Jens Rahnfeld mit seinem Gegenspieler als logische Konsequenz auf ein Remis. Kurz vor der Zeitkontrolle witterten die jungen Sasbacher dann mit zwei entschiedenen Siegpartien Morgenluft. Zunächst war es Marco Riehle, der in einer gewohnt taktisch angelegten Partie seinen Gegenspieler vor unlösbare Probleme stellte und diesen zur Aufgabe zwingen konnte. Kurz darauf konnte auch der reaktivierte Martin Springmann in einer ebenfalls scharf geführten Partie mit den schwarzen Steinen seinen Königsangriff erfolgreich abschließen und die Glückwünsche seines Kontrahenten entgegennehmen. So kam es zu der zwischenzeitlichen 2,5:1,5- Führung der Heimmannschaft. Doch die Gäste schlugen zurück. Mit zwei fast zeitgleichen Siegen an den Brettern 3 und 5 ging der SC Dreiländereck mit 3,5:2,5 in Führung. So mussten die beiden letzten verbliebenen Partien die Entscheidung bringen.
Jörg Hanisch hatte sich schon aus der Eröffnung heraus einen Vorteil erspielt, verpasste dann aber eine gewinnbringende Forstsetzung. So kam es zu einem Endspiel Turm und Läufer gegen Turm, welches in der Theorie als Remis gilt, in der Praxis aber für die verteidigende Partei sehr schwer zu spielen ist. Dieses Endspiel behandelte der Sasbacher sehr routiniert und zwang seinen Gegner nach knapp 6 Stunden Spielzeit zur Aufgabe. So musste nun die letzte verbleibende Partie von Raphael Zimmer bei einem Spielstand von 3,5:3,5 für die Entscheidung sorgen. Die Partie verlief über die ersten Stunden sehr ausgeglichen, aber nach und nach erspielte sich der erst 15-jährige Sasbacher kleine Vorteile. In beidseitiger Zeitnot konnte er seine Vorteile verwerten und nach knapp 6,5 Stunden Spielzeit den im Sasbacher Lager umjubelten glücklichen, aber nicht unverdienten Endstand von 4,5:3,5 herstellen.
Mit 8:2 Punkten liegen die Lenderdörfler nun auf Platz 2 in der Tabelle und das Ziel Klassenerhalt dürfte in trockenen Tüchern sein. Der Zeitpunkt wäre gekommen, um nun über eine Zielkorrektur nachzudenken.

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