v.l.n.r.: Thilo Ehmann, Trainer Nikolaus Sentef, Julian Martin, Dominik Bohnert und Marco Riehle

Ein dickes Ausrufezeichen im Deutschen Jugendschach konnte die U12-Mannschaft aus Sasbach in der Besetzung Marco Riehle, Dominik, Bohnert, Julian Martin und Thilo Ehmann setzen und damit den Namen des Lenderdorfes über die Baden-Württembergische Grenze hinaus hervorheben.

Erstmals in der Vereinsgeschichte der Schachfreunde Sasbach konnte sich eine Mannschaft für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Diese fanden in der letzten Woche des Jahres in Groß Dölln in Brandenburg statt. So machte sich die 9-köpfige Delegation mit 4 Spielern und 5 Betreuern incl. Trainer auf die 11-stündige Reise in die Uckermarck, wo sich die besten 20 Mannschaften in Deutschland für diese Endkämpfe qualifziert hatten. Auf Platz 9 gesetzt war es das anspruchsvolle Ziel, sich einen Platz im ersten Drittel zu erkämpfen.

Nach einem sensationellen Start mit einem 4:0 Sieg gegen Breitenworbis und zwei Siegen mit jeweils 2,5:1,5 in dramatischen Kämpfen gegen die favorisierten Teams aus Dresden und Erlangen fand man sich nach den ersten 3 der 7 Runden zwischenzeitlich gar auf dem ersten Platz wieder. Lohn dieser hervorragenden Leistung war in der vierten Runde das Aufeinandertreffen mit dem hochfavorisierten Titelfavorit Makkabi Frankfurt, dem derzeit wohl stärksten Team in Deutschland. Trotz heftiger Gegenwehr musste man sich am Ende klar mit 0:4 geschlagen geben, wobei das Ergebnis gemessen am Spielverlauf zu hoch ausfiel. In der fünften Runde kam es dann zum Charaktertest gegen die Mannschaft von Chemie Weissensee aus Berlin. Nach knapp 4 Stunden Spielzeit konnte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung der 3:1 Sieg sichergestellt werden. In der vorletzten Runde kam es zum Aufeinandertreffen mit dem SK München. Nach spannendem Spielverlauf konnte man gegen die ebenfalls stärker eingeschätzten Bayern ein 2:2 Unentschieden erreichen. Damit hatten es die jungen Sasbacher nun selbst in der Hand, sich bei einem Sieg im letzten Spiel gegen den Schachnachwuchs aus Lübeck die deutsche Vizemeisterschaft zu sichern. Es entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Doch leider musste man den Strapazen des bisherigen Turnierverlaufes Tribut zollen und diesen Kampf mit 1:3 verloren geben, was am Ende dann den undankbaren 4. Platz bedeutete.

Trotz der denkbar knapp verpassten Deutschen Vizemeisterschaft konnten die Sasbacher Jugendspieler mit Ihren Betreuern stolz auf das Ergebnis sein, mit welchem vor diesen Meisterschaften niemand gerechnet hätte.

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